Illustration für „SmartTurkish“: Menschen unterschiedlicher Herkunft stehen auf einem Globus und beschäftigen sich mit Sprache, Lernen und Kommunikation. Um sie herum schweben türkische und andere Schriftzeichen. Links oben das Logo der LMU München.
Illustration von zwei Studierenden vor einem Brunnen auf einem Universitätscampus. Eine Person fragt auf Türkisch: „Türkçe biliyor musun?“ („Sprichst du Türkisch?“). Die andere antwortet zögerlich: „Evet… yani… biraz… vielleicht.“, was Unsicherheit über die eigenen Türkischkenntnisse ausdrückt.

© Concept and project design: Nevra Lischewski, Photo: Frank Lischewski, Illustration: Berk Cihan

Was ist SmartTürkisch?

SmartTürkisch ist ein Lehr- und Forschungsansatz, der Sprache als soziale und kulturelle Praxis in einer digitalen Welt versteht. Sprache wird dabei nicht nur vermittelt, sondern als dynamischer Prozess erfahrbar gemacht – im Austausch, in der Anwendung und im Alltag. SmartTürkisch verbindet Forschung und Lehre und schafft Lernräume, in denen neue Formen des Sprachenlernens erprobt werden. Studierende werden aktiv einbezogen und gestalten Lernprozesse mit – kollaborativ, reflektiert und zukunftsorientiert.

Türkisch Lernen an der LMU

Unsere Projekte

SmartTürkisch-Projekte verbinden Forschung, Lehre und Kreativität und machen Sprache als gelebten und dynamischen Prozess erfahrbar. Entdecken Sie die Projekte und sehen Sie, wie Sprache sichtbar, interaktiv und lebendig wird.

Digital
Flexibel
Innovativ
Illustration von zwei Studierenden vor einem großen Brunnen auf einem Universitätscampus. Eine Person fragt: „Wo beginnt man mit Osmanisch?“ Die andere antwortet: „Hier und gemeinsam!“, was gemeinsames Lernen und Unterstützung beim Einstieg in das Osmanische ausdrückt.

© Concept and project design: Nevra Lischewski, Photo: Frank Lischewski, Illustration: Berk Cihan, Klara Lischewski

Osmanisch: Vertiefung und neue Zugänge

Osmanisch eröffnet den Zugang zu historischen Texten und macht sprachliche Kontinuitäten zwischen Vergangenheit und Gegenwart sichtbar. Im Rahmen von SmartTürkisch wird Osmanisch zugleich neu gedacht: Digitale Methoden und didaktische Ansätze erleichtern den Zugang und machen Lernprozesse transparenter und interaktiver.

Osmanisch Lernen an der LMU
Blick über das Goldene Horn in Istanbul mit Booten auf dem Wasser und der historischen Stadtlandschaft im Hintergrund, ergänzt durch illustrative Elemente von Vögeln, Blättern und Wellen.

© Ergün Özsoy

Türkisch und Osmanisch Lernen an der LMU

Turkologie an der LMU
Profilbereich mit einem Zitat von Dr. Nevra Lischewski: „Sprache zeigt sich in vielfältigen Formen – überall dort, wo sie verwendet und gelebt wird.“ Daneben befindet sich ein Porträtfoto von Dr. Lischewski, Dozentin für Turkologie und Osmanistik an der LMU München.

Monografie

Meine Forschung befasst sich mit Mehrsprachigkeit, Sprachplanung sowie den sozialen und politischen Bedingungen, unter denen sprachliche Vielfalt erhalten, verändert oder reduziert wird. In meiner Monografie From Multilingualism to Monolingualism untersuche ich diese Prozesse anhand der soziolinguistischen Geschichte des Osmanischen Reiches und der Republik Türkei zwischen 1850 und 1950. Aufbauend auf dieser Arbeit interessiere ich mich insbesondere dafür, wie Sprachpolitiken und dominante Sprachstrukturen sprachliche Praktiken prägen, aber auch für die Handlungsmacht sprachlicher Gemeinschaften selbst: für die Art und Weise, wie Sprachen unter ungleichen gesellschaftlichen Bedingungen erhalten, weitergegeben und revitalisiert werden. Daraus ergeben sich weiterführende vergleichende Fragen zu sprachlicher Diskriminierung und Sprachwechsel sowie zum Potenzial gemeinschaftlicher Praktiken, die nicht nur Strategien des Spracherhalts, sondern auch Formen sprachlicher Resilienz und des Widerstands darstellen können.